Ehemalige besuchten nach 61 Jahren das Clemens-Winkler-Gymnasium Aue
         
 
Welche verschiedenen Wege das Leben nimmt, konnten die Zwölftklässler des Auer Clemens-Winkler-Gymnasiums am 07. September erfahren. Es fand ein Klassentreffen des Abiturjahrgangs 1949 statt. Ein Teil des Programms, das sich die 79- und 80-jährigen Damen und Herren vorgenommen hatten, war ein einstündiges Gespräch mit den heutigen Abiturienten des Gymnasiums.
Es gab viele spannende Einblicke in das Leben und den beruflichen Werdegang der Ehemaligen. Einer der Abiturienten des Jahres 1949, Prof. Peltz, wählte z. B. den Weg in die USA, was für viel Gesprächsstoff sorgte. Auch wurde von der Zeit im Sommer 1945 erzählt, als die Schule zum Lazarett umfunktioniert worden war und kein Unterricht stattfand, was für die heutige Jugend kaum noch vorstellbar ist. Die Schüler konnten unterschiedlichste Fragen loswerden und einmal eine andere Perspektive auf das vor ihnen liegende Leben gewinnen. Wenn man von einem 60 Jahre älteren Menschen gesagt bekommt, dass man eine Freiheit und Auswahl wie nie zuvor hat und dass einem so gut wie alle Türen offen stehen, dann macht das Mut und gibt Motivation. Eine, vielleicht die wichtigste Weisheit, nämlich, dass es absolut wichtig sei, das Abitur zu bestehen, bekräftigte die jungen Leute wieder neu in ihrem Weg. Alles in allem war es für jeden eine erkenntnisreiche Veranstaltung, die sehr schnell vorbeiging und bei allen einen nachhaltigen Eindruck hinterließ.
Rafael Meichßner
(Schüler der Klassenstufe 12, Schülersprecher des
Clemens-Winkler-Gymnasiums Aue)