Die Fachkonferenz Gemeinschaftskunde stellt sich vor ...     

 
  
„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“
Artikel 1(1) Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
  
 
Das Fach G/R/W (Gemeinschaftskunde), wird in der Sekundarstufe I ab der Klassenstufe 9 mit jeweils zwei Unterrichtsstunden pro Woche bis zum Ende der Sekundarstufe II am Gymnasium unterrichtet.
Bei der Wahl des Faches als Grundkurs (Sek. II) kann es, bei Belegung der gesamten 4 Kurshalbjahre, als schriftliches Prüfungsfach (P 3) oder als mündliches Prüfungsfach (P 4 bzw. P 5) gewählt werden.
 
 Lehrplanübersicht
 Sekundarstufe I
Klasse
  Lernbereiche
9
Partizipation und politische Ordnung in der Bundesrepublik Deutschland und im Freistaat Sachsen
Recht und Rechtsordnung in der Bundesrepublik Deutschland
10
Wirtschaft und Wirtschaftsordnung in der Bundesrepublik Deutschland
Internationale Beziehungen
 Sekundarstufe II
Klasse
  Lernbereiche
11-1
Internationale Politik in der globalisierten Welt
Politik und Medien
11-2
Sozialstruktur und sozialer Wandel
12-1
Wirtschaft und Wirtschaftsordnung in der globalisierten Welt
12-2
Legitimität und Herrschaft
  

Das Fach G/R/W begreift den Schüler als freie und autonome Persönlichkeit in einem gesellschaftlichen Umfeld, welches ihm zum einen vorgegeben ist und zum anderen aber auch gestaltungsnotwendig erscheint.
Die Komplexität unserer gegenwärtigen Gesellschaft erfährt der Schüler vor allem in gesellschaftlichen, rechtlichen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen.
Das Fach G/R/W soll die Schüler zu einen eigen- und sozialverantwortlichen Handeln befähigen. G/R/W leistet einen Beitrag zur Orientierung in unserer gegenwärtigen Gesellschaft leisten. Es regt zum Nachdenken über Perspektiven und Alternativen zur zukünftigen Gestaltung unserer Gesellschaft an. Das Fach soll zur Urteilsbildung und Ausbildung der Handlungsfähigkeit der Schüler beitragen.
G/R/W fördert, auf der Grundlage der Werte der freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes die Ausprägung eines politischen Bewusstseins, um in diesem Zusammenhang zu einer verantwortbaren Entscheidungsfindung im Rahmen des gesellschaftlichen Pluralismus zu gelangen.
Deshalb fördert das Fach G/R/W die persönliche Identitätsfindung. Es ist der Ausgangspunkt für die Entwicklung eines mündigen Staatsbürgers, der engagiert und verantwortungsvoll als Bürger des Freistaates Sachsen und der Bundesrepublik Deutschland das Leben in unserem freiheitlichen Gemeinwesen mitgestaltet.

Um diesen Beitrag zur allgemeinen Bildung zu leisten, ist es notwendig, über das Alltagswissen hinausgehendes, erweiterbares und anwendungsbereites Wissen über das Selbstverständnis und die Funktionsweise des freiheitlichen demokratischen Gemeinwesens zu erlangen.
Fachlich-inhaltlich zu vermitteln ist Wissen über den gesellschaftlichen Pluralismus und Individualisierung, Kenntnisse sozialer Strukturen und des sozialen Wandels, strukturierte Informationen über internationale Strukturen, Akteure, Prozesse und deren gegenseitige Abhängigkeit, sowie Kenntnisse über die Soziale Marktwirtschaft als Wirtschaftsordnung in einer vor allem auch wirtschaftlich zunehmend globalisierten Welt.


Um Wissen in den gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Dimensionen zu erlangen, wird eine fachspezifische Methodenkompetenz vermittelt. Konflikt und Kompromiss als Phänomen der Politik, sowie die damit verbundenen Aspekte Kommunikation und Toleranz, erlauben dem Schüler die Ausprägung von Sozialkompetenz und Diskursfähigkeit.

Das Fach vermittelt auch ein Spektrum von Wert- und Normenvorstellungen der freiheitlichen demokratischen Grundordnung und grenzt sich deutlich von Positionen ab, die im Widerspruch zu diesem, auf dem Fundament der Menschenwürde stehenden Wertekanon, stehen. Empathie und Perspektivwechsel ermöglichen unter Wahrung und Herausbildung der eigenen Identität und Selbstwertgefühls auch Positionen und Standpunkte Anderer zu verstehen und als legitim zu tolerieren.

 
 Außerschulische Lernorte – Exkursionen und Unterrichtsgänge
 
Klassenstufe 9 – Besuch des sächsischen Landtages in Dresden
Fachexkursion mit Besuch einer Plenardebatte und einem Abgeordnetengespräch
Ziele:




Begegnung mit den demokratisch gewählten Repräsentanten des Freistaates Sachsen, mit der Möglichkeit kritische oder orientierende Fragen an einen Abgeordneten hinsichtlich seiner Ziele, Aufgabenfelder und Wertorientierungen zu stellen.
exemplarische Beobachtung der Arbeitsweise eines Parlamentes am Beispiel einer Plenarsitzung zur Veranschaulichung der Kenntnisse über Funktion, Arbeitsweise und Bedeutung des Parlaments in einer freiheitlichen demokratischen – parlamentarischen Demokratie
 
Klassenstufe 9 – Beobachtung eines mündlichen Strafverfahrens am Amtsgericht Aue
Unterrichtsgang zur Beobachtung eines mündlichen Strafverfahrens an eine Amtsgericht
Ziel:
Veranschaulichung des im Unterricht erlernten Wissens über die Bedeutung, den Verlauf und die Voraussetzungen eines Strafverfahrens im Rahmen des Strafrechts als Bestandteil der Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland